St. Marien-Kirchengemeinde Heiligenloh-Colnrade
Hier gibt es Mitteilungen, Nachrichten, Hinweise, Ankündigungen etc. zu aktuellen Ereignissen in der Kirchengemeinde.


Kindergottesdienst

Das Kindergottesdienst-Team sucht neue Teammitglieder. Aus zeitlichen Gründen, kann das Team nur noch bis zum Sommer bestehen bleiben. Um den Kindern dennoch einen KiGo bieten zu können, würden wir uns freuen, wenn sich Jugendliche oder auch Erwachsene melden, um diesen weiterzuführen – gerne ab sofort, damit du dir einen Einblick von den Aufgaben, die dich erwarten, machen kann.

Bei Interesse bitte im Pfarrbüro unter 04246 1350.
 

Friedhöfe — Orte der Erinnerung

Friedhöfe sind Orte der Erinnerung.

Was aber, wenn die Erinnerung verblasst, die Gräber aufgegeben und Grabsteine sich sammeln ohne Beziehung?

So sieht es in Colnrade an der Friedhofsmauer derzeit aus. Mit Würde und Andenken hat dies wohl weniger zu tun als mit Hilflosigkeit im Umgang. Einen Stein selbst zu entsorgen, das fällt, so vermuten wir im Kirchenvorstand, nicht leicht. Andererseits ist es nicht unsere Aufgabe für die Beseitigung zu sorgen, denn es sind ja Ihre Erinnerungssteine, zumindest einmal gewesen.

Deshalb bitten wir alle, die einen Stein rechts neben dem Hauptzugang gelagert haben, diesen bis Ostern zu entfernen.

Wir behalten uns vor andernfalls einmalig die Mauer wieder frei zu räumen und einen eigenen Umgang mit den Steinen zu suchen.

Freuen würden wir uns, wenn Sie uns - gleich ob betroffen oder nicht – kurz eine Mail oder einen Brief schreiben und sagen, wie für Sie ein würdiger Umgang mit Grabsteinen ist. Diese Frage betrifft bestimmt gar nicht so wenige.

Am Tag der Kirchenvorstandswahl, am 11. März, stellen wir in der Colnrader Kirche zudem eine Pinwand auf, an der Sie herzlich gern Ihre Gedanken zu diesem Thema festhalten können.

 

Neue Friedhofsordnung und Friedhofsgebührenordnung für den Friedhof Heiligenloh

In seiner Sitzung am 02.08.2017 hat der Kirchenvorstand für den Heiligenloher Friedhof eine neue Friedhofsordnung und Friedhofsgebührenordnung beschlossen. Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt des Landkreises Diepholz (13/2017) https://www.diepholz.de/downloads/datei/.../nr._1317[1].pdf am 01.09.2017 sind diese in Kraft getreten.

Auf dem Heiligenloher Friedhof werden jetzt weitere pflegeleichte Bestattungsformen angeboten.

Neben den bekannten pflegeleichten Rasenreihen– und Rasenurnenreihengrabstätten werden zukünftig folgende weitere pflegeleichte Grabstätten angeboten:

· Einzel-Rasengrabstätte mit Pflanzstreifen für Särge;

· Doppel-Rasengrabstätten mit Pflanzstreifen für Särge und Urnen;

· Einzel-Grabstätten für Urnen in einer Gemeinschaftsgrabanlage

· Doppel-Grabstätten (DG) für Urnen in einer Gemeinschaftsgrabanlage

· Baumgrabstätten für Urnen

Leider konnten wir die Anlagen erst nach der kirchenaufsichtlichen Genehmigung bestellen, so dass die Anlagen wegen der langen Lieferzeit erst im Frühjahr 2018 fertiggestellt werden können. Das bedeutet auch, dass Beisetzungen erst nach der Fertigstellung der Anlagen erfolgen können.

Für das Bestattungsangebot unter dem Baum starten die Vorbereitungen in den nächsten Wochen.

Die aktuellen Gebühren für den Friedhof in Heiligenloh

Nach der letzten Gebührenanpassung 2009 musste  jetzt eine weitere Anpassung erfolgen. Die Gebühren für die verschiedenen Bestattungsformen wurden wie folgt festgesetzt:

· Reihengrabstätten für Särge und Urnen  je Grabstelle                                                                                300 €

· Wahlgrabstätten für Särge und Urnen je Grabstelle       * für 30 Jahre                                                        480 €

                                                                                              * für jedes Jahr der Verlängerung                           16 €

· Rasenreihengrabstätte für Särge (mit Pflege durch Friedhofsverwaltung)                                                1.900 €

· Rasenreihengrabstätte für Urnen (mit Pflege durch Friedhofsverwaltung)                                                  950 €

· Einzel-Grabstätte mit Pflanzstreifen für Särge    (mit Pflege durch Friedhofsverwaltung)                       2.850 €

· Doppel-Grabstätte mit Pflanzstreifen für  Särge und Urnen (mit Pflege durch Friedhofsverwaltung)
                                                                                               * für 30 Jahre          je DG                                 5.700 €

                                                                                               *  für jedes Jahr der  Verlängerung  je DG           125 €

· Einzel– und Doppelgrabstätte für Urnen in einer Gemeinschaftsgrabanlage
 
(mit Pflege durch Friedhofsverwaltung)

                                                                                               * für 30 Jahre          je DG                                  3.500 €

                                                                                               * für jedes Jahr der Verlängerung  je DG                60 €

                                                                                               * für 30 Jahre je Einzelgrabstätte                       1.750 €

· Baumgrabstätten für Urnen   (mit Pflege durch Friedhofsverwaltung)  
                                                                                               * für 30 Jahre je Grabstelle                                 1.250 €

· Gebühren für die Benutzung der Leichenhalle               * je Bestattungsfall                                                 150 €  

· Gebühren für die Beisetzung                                           * für eine Sargbestattung                                        480 €
                                                                                              * für eine Urnenbestattung                                      150 €

· Gebühren für die Genehmigung der Errichtung oder Änderung von  Grabmalen                                       50 €

Für Fragen zu den neuen Bestattungsformen stehen das Pfarrbüro während seiner Öffnungseziten gerne zur Verfügung.


 


Eine neue Pastorin für Colnrade und Heiligenloh

Anke Orths wurde am 15. Oktober in der St. Marienkirche Colnrade als Pastorin eingeführt.

Pastorin Anke Orths freut sich auf die Arbeit, die Menschen und die Region in Heiligenloh und Colnrade. Foto: Miriam Unger

COLNRADE-HEILIGENLOH . Am 1. Oktober hat Pastorin Anke Orths in Heiligenloh und Colnrade die Stelle als Pastorin übernommen. Ihren Wohnsitz kann sie wegen der umfangreichen Renovierungsarbeiten im Pfarrhaus leider noch nicht in die Gemeinde verlegen. telefonisch ist sie aber Dank der technischen Möglichkeiten schon unter der bekannten Rufnummer (04246/1350) zu erreichen. (kat)

(miu) Die 52-Jährige freut sich auf die Arbeit, die Menschen und die Region. Sie kommt gebürtig selbst ganz aus der Nähe: „Meine Eltern hatten Landwirtschaft in Bassum. Die Scholle ist noch immer in Familienbesitz und muss bewirtschaftet werden – darum wollte ich gerne wieder in die Gegend“, erzählt sie. „Heiligenloh und Colnrade haben mir gleich auf Anhieb gut gefallen – ich habe also nicht vor, nach ein paar Jahren wieder zu verschwinden.“

Theologie studiert hat Anke Orths in Göttingen, Birmingham und Hamburg. Ihr Vikariat machte sie in Hannover-Ricklingen. Zwischendurch arbeitete sie im Krankenhaus und in der Hauspflege, bekam einen Sohn, der inzwischen erwachsen ist, qualifizierte sich zur Referentin für Sozialmanagement weiter, arbeitete vier Jahre für die Varta-AG im Personalwesen, absolvierte eine Ausbildung für „Integrierte Familienorientierte Beratung“ mit einem tiefenpsychologischen Ansatz, war in verschiedenen Kirchenkreisen als Lebensberaterin tätig. Sie arbeitete als Pastorin in Idensen, einem Ortsteil von Wunstorf, bevor sie 2016 in den Kirchenkreis Syke-Hoya wechselte. Zunächst als Seelsorgerin im Kinder- und Jugendhospiz „Löwenherz“ in Syke, dann vertretungsweise in verschiedenen Gemeinden im Kirchenkreis, schwerpunktmäßig in der Region Stuhr-Heiligenrode.

„Ich bin gespannt auf Colnrade und Heiligenloh“, sagt Anke Orths. „Ich weiß, dass die Kirchengemeinden seit sechs Jahren erfolgreich fusioniert sind, und dass beide Orte immer mehr beginnen, als eine Gemeinde zu leben. Ich habe erfahren, dass die Menschen hier Lust haben, sich auf den Weg zu machen und für neue Ideen aufgeschlossen sind. Dass sie musikalisch sind. Dass es viele verschiedene Gruppen gibt mit einer guten Mischung aus beiden Orten.“

Natürlich freue sie sich auf die beiden schönen, historischen Kirchen, das Pfarrhaus und den großen Garten in Heiligenloh, aber man werde sie auch anderswo viel sehen, meint die Pastorin ¬– „auf dem Fahrrad, draußen in der Natur, beim Einkaufen bei ,Humpe‘, bei Veranstaltungen und Festen…“
Und auf wen oder was dürfen sich die Gemeindemitglieder freuen? Anke Orths lacht. „Ich glaube, dass ich offen bin, herzlich und interessiert. Ich habe Lust am Denken, halte mich aber nicht für eine große Intellektuelle. Politisch bin ich auch. Und streitbar. In der Hauptsache lache ich allerdings viel und bin gern mit Menschen zusammen. Aber ich freue mich auch auf die Ruhe in dieser ländlichen Gegend.“

Miriam Unger

"Wir gehen nicht gern, aber es ist der richtige Zeitpunkt.“

Pastorin Marikje Smid und ihr Mann Johann verabschieden sich am 13. August aus Heiligenloh und Colnrade

Es ist eine kleine Randplauderei, die viel über das Wesen von Marikje Smid verrät. „Wie kam es, dass Sie Pastorin werden wollten?“, wird die 59-Jährige von ihrem Chef, dem Superintendenten des Kirchenkreises Syke-Hoya, gefragt. „Sind Sie in einer frommen Familie aufgewachsen?“, „Nein.“, antwortet Marikje Smid. „Fromm nicht. Kirchlich schon.“ Kurze Pause. Dann hakt ihr Gegenüber nach: „Was haben Ihre Eltern beruflich gemacht?“ „Mein Vater war Superintendent.“ Alle lachen, Marikje Smid lächelt. Sie hat das gar nicht als Witz gemeint.

„Meine Eltern haben das zusammengemacht – mein Vater war Pastor, meine Mutter hat mitgearbeitet. Die beiden waren immer eng verbunden mit der Gemeinde und allem, was dazugehörte. Das war prägend und auch für uns Kinder überzeugend: Mein jüngerer Bruder, meine Zwillingsschwester und ich sind alle Pastoren geworden.“

Am Sonntag, 13. August, endet die hauptberufliche Zeit für Marikje Smid. Um 15 Uhr wird sie in der Kirche in Heiligenloh vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet. Es war eine persönliche Entscheidung: „Mein Mann ist jetzt 81 Jahre alt, und wir möchten noch gemeinsame Zeit auf unserem Hof in Okel verbringen“, sagt sie.

Geboren in Pogum (Landkreis Leer/Ostfriesland), studierte sie nach dem Abitur in Bethel, Heidelberg, Zürich und Göttingen. Im vierten Semester begann sie bereits mit ihrer Doktorarbeit – aber dass sie einen Doktortitel hat, erwähnt sie von sich aus nicht. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass sie von Eberhard Bethge, dem engsten Freund und Biograf Dietrich Bonhoeffers, gebeten wurde, eine Doppelbiografie zu schreiben („Hans von Dohnanyi und Christine Bonhoeffer – eine Ehe im Widerstand“ erschien 2002 im Gütersloher Verlagshaus) – darauf angesprochen, lenkt sie das Interesse sofort auf die Protagonisten und Inhalte. Nicht auf sich selbst.

Marikje Smid ist kein Mensch, der sich in den Mittelpunkt stellt. Obwohl sie dort als Pastorin oft steht. Sie hört zu, beobachtet und sagt sensibel, aber klar, was sie denkt. Im Gespräch lächelt sie viel – meistens leise in sich hinein, und oft in Zusammenhang mit einer Selbstkritik.

Zum Beispiel, wenn sie daran denkt, wie sie in den Kirchenkreis Syke kam: „Meine Zwillingsschwester arbeitete damals im Kirchenkreis Diepholz, und ich wollte so gerne auf eine freie Pfarrstelle direkt in ihrer Nähe. Aber im Probedienst wird man ja eingeteilt, und so kam ich nach Syke-Barrien. Ich war ganz unglücklich und wollte gar nicht dort anfangen.“ Sie lacht verschämt. „Aber kurze Zeit später wusste ich, warum ich nach Barrien kommen musste. Damit ich mein privates Glück finde. Ich lernte hier nämlich meinen Mann kennen – er war Landwirt in Okel, Posaunenchorleiter und im Kirchenvorstand. Witzig, dass alles einen Sinn zu haben scheint, wenn man zurückguckt…“

Nicht nur beruflich schlug Marikje Smid einen ähnlichen Weg ein wie ihr Vater, sondern auch persönlich und organisatorisch. Allerdings mit umkehrten Rollen: Sie und ihr Mann übernahmen das Pfarramt als Paar – sie als Pastorin, er als aktiver Pfarrmann im Haus und in der Gemeinde. Erst in Beverstedt, dann in Sottrum. Vor 13 Jahren kamen die beiden dann nach Heiligenloh – „und unser erster Eindruck war: Schön! Der Ort, der Laden, in dem man alles kaufen kann und viele trifft; die gemütliche Dorfkirche, das Pfarrhaus, das traumhafte Gelände drum herum… Mit dem Kirchenvorstand passte es sofort. Es war von Anfang an eine gute Gemeinschaft.“

Eineinhalb Jahre später kam die Gemeinde Colnrade dazu – zunächst als Vakanz-Vertretung. Und acht Kilometer weiter waren die Voraussetzungen ganz andere: „Die Kirche in Colnrade ist besonders schön. Eine richtige Halle – groß, hell und frei. Vorne hat man eine Bühne für Krippenspiele und Konzerte des Gospelchors. In den Raum passen 500 Leute.“

Auch in Colnrade entwickelten sich schnell Verbindungen mit den Vereinen, mit den Feuerwehren, den Schützen – „wir haben schöne Feste mit Gottesdiensten gefeiert“, blickt die Pastorin zurück.

Bald wurde Marikje Smid die Aufgabe übertragen, die beiden Gemeinden zusammenzuführen. „Was sicherlich nicht leicht war, ihr aber sehr sensibel, umsichtig und sehr erfolgreich gelang“, blickt Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder zurück.

Am 13. August verabschiedet sich das Ehepaar Smid-Hüneke nun mit schwerem Herzen. „Ich denke am liebsten an die tolle Gemeinschaft zurück, die wir im Kirchenvorstand, unter den Mitarbeitenden und mit den Gemeindemitgliedern in beiden Orten hatten. Und an das, was für mich das Schönste an diesem Beruf ist: Menschen zu begegnen, mit ihnen ihr Glück und ihre Freude zu teilen – zum Beispiel bei Hochzeiten und Taufen. Aber ich habe sie auch gerne in schwierigen Situationen begleitet – in der Trauer, beim Sterben…“

Johann Smid-Hüneke wird neben vielen liebgewonnenen Aufgaben und Wegbegleitern in den Gemeinden vor allem der Rückzug aus „seinem“ Posaunenchor in Colnrade schwerfallen, den er gegründet, leidenschaftlich geleitet und in dem er Musiker aus allen Generationen ausgebildet hat.
„Wir gehen wirklich nicht gerne weg“, resümiert Marikje Smid. „Aber es ist der richtige Zeitpunkt.“ Zunächst wollen die beiden sich um Hof und Garten in Syke-Okel kümmern. „Ich freue mich auch darauf, einige Dinge neu oder wieder zu lernen“, sagt Marikje Smid. „Ich habe zum Beispiel früher gerne gekocht und gebacken. Das hat in den letzten Jahren mein Mann komplett übernommen. Ich hoffe, ich habe es noch nicht ganz verlernt…“

Zurückzukehren in das Elternhaus ihres Mannes, darauf freuen sich beide – auf die Umgebung, die Menschen in Okel. Und genauso glücklich sind sie darüber, dass Colnrade und Heiligenloh voraussichtlich nicht lange pastorenlos sein werden. Marikje Smid kennt schon eine Interessentin – „und ich habe ein sehr, sehr gutes Gefühl“, verrät sie. „Ich denke, das passt.“

Miriam Unger (Presssesprecherin Kirchenkreis Syke-Hoya)

Lutherbibel 2017 jetzt auch in Colnrader St. MarienkircheDie revidierte Lutherbibel, die der Kirchengemeinde von der Ev.- Landeskirche Hannover geschenkt wurde, konnte am Ostersonntag im Rahmen eines Festgottesdienst in der St. Marienkirche in Colnrade eingeführt werden.

Neue Altarbibel für Kirche Heiligenloh

Zum Auftakt des 500. Reformationsjubiläums 2017 wird die revidierte Lutherbibel am 30. Oktober 2016 in Eisenach der Öffentlichkeit vorgestellt.
Und auch in der Heiligenloher Kirche wurde an diesem Sonntag die Lutherbibel 2017 eingeführt. Gespendet wurde diese Bibel von Pastorin Dr. Marikje Smid.

Unsere Kirchen

Kirche Heiligenloh, Hauptstr., 27239 Twistringen-Heiligenloh



St. Marienkirche Colnrade, Kirchstr. , 27243 Colnrade